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<title>Carrara-Marmor</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Carrara-Marmor</span></h1>
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<p><b>Carrara-Marmor</b> (italienisch: <i>Marmo di Carrara</i>, lateinisch: <i>Marmor Lunensis</i><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) ist einer der bekanntesten <a href="Marmor" title="Marmor">Marmore</a> weltweit. Carrara-Marmor ist der Oberbegriff für mehr als 50 unterschiedliche Handelsnamen, die je nach <a href="Steinbruch" title="Steinbruch">Steinbruch</a>, Tradition, Güte und Konvention, wie z. B. <i>Carrara-Marmor C</i>, <i>Ordinario</i>, <i>Venato</i> und <i>Calacatta</i>, benannt werden. <a href="Carrara" title="Carrara">Carrara</a> ist eine Stadt in der italienischen <a href="Provinz_Massa-Carrara" title="Provinz Massa-Carrara">Provinz Massa-Carrara</a> und liegt in der Region <a href="Toskana" title="Toskana">Toskana</a>.
</p><p>Carrara-Marmor wird bereits seit dem Ende der <a href="R%C3%B6mische_Republik" title="Römische Republik">Römischen Republik</a> abgebaut. Erst der Renaissance-Bildhauer <a href="Michelangelo" title="Michelangelo">Michelangelo</a> verschaffte diesem Marmor Berühmtheit. Durch ungünstige wirtschaftliche und politische Verhältnisse sowie durch Kriegseinflüsse blieb die Marmorproduktion in Carrara jahrhundertelang hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Gewinnung der schweren Steinblöcke war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts überaus mühselig und aufwendig und erst technische Neuerungen, wie die mit Dampf, Dieselkraftstoff und elektrischer Energie angetriebenen Steinbearbeitungsmaschinen, ermöglichten den Abbau in großem Umfang. Dadurch wurde Carrara zum internationalen Zentrum der Marmorbearbeitung. Anfang der 1960er-Jahre gelang es, die Produktion der Nachfrage anzugleichen, als die Steinbrüche in exponierter Lage durch ein Netz von Straßen erschlossen wurden.
</p><p>Entstanden ist Carrara-Marmor im <a href="Terti%C3%A4r" title="Tertiär">Tertiär</a> vor 30 Millionen Jahren, weil sich die Kontinentalplatten von Afrika und Europa aufeinander zubewegten und zu den <a href="Apuanische_Alpen" title="Apuanische Alpen">Apuanischen Alpen</a> aufwölbten. Dabei wurden die <a href="Calcit" title="Calcit">Calcit</a>-Ablagerungen aus abgestorbenen Meeresorganismen unter hohem Druck und sehr hohen Temperaturen zusammengepresst und wandelten sich dadurch zu Marmor.
</p><p>Neben einer Verwendung für Bildhauerarbeiten und Denkmäler wird Carrara-Marmor heute vor allem als Boden- und Treppenbeläge und Fensterbänke im Innenausbau sowie als Natursteinfliesen in Bädern verbaut. Die <a href="Steinbildhauer" title="Steinbildhauer">Steinbildhauer</a> verwenden wie früher den legendären und teuren <a href="Statuario" title="Statuario">Statuario</a>.
Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch 100.000 Tonnen jährlich gewonnen wurden, sind es heute ca. 5 Mio. Tonnen, was Umweltaktivisten stark als <a href="%C3%9Cbernutzung" title="Übernutzung">Übernutzung</a> kritisieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geologie">Geologie</h2></div>
<p>Die <a href="Apuanische_Alpen" title="Apuanische Alpen">Apuanischen Alpen</a> sind geologisch in den <a href="Apennin" title="Apennin">Apennin</a> eingebunden. Die <a href="Aufschluss_(Geologie)" title="Aufschluss (Geologie)">Aufschlüsse</a> für Carrara-Marmor in den Apuanischen Alpen bedecken etwa ein Viertel dieses Gebietes. Die Apuanischen Alpen bildeten sich im <a href="Pal%C3%A4ozoikum" title="Paläozoikum">Paläozoikum</a>, vor etwa 240 Mio. Jahren, auf dem älteren Untergrund von <a href="Tonschiefer" class="mw-redirect" title="Tonschiefer">Tonschiefern</a>, <a href="Sandstein" title="Sandstein">Sandsteinen</a> und <a href="Breccie" class="mw-redirect" title="Breccie">Breccien</a> aus. In der Oberen <a href="Trias_(Geologie)" title="Trias (Geologie)">Trias</a>, vor 200 Mio. Jahren, kam es zur Herausbildung eines flachen, warmen Meeres, in dem sich fossile Kleinstlebewesen, Lebewesen und biologische Ablagerungen aus Kalk auf den Meeresgrund sedimentierten. Da das Meer gut durchlüftet war, konnte sich reiner Kalk ausbilden, aus dem der spätere Carrara-Marmor entstand. Die Ablagerungen bildeten im Laufe der Zeit mächtige <a href="Sedimentation" title="Sedimentation">Sedimente</a> (Ablagerungen), die zu Kalkstein verfestigt wurden.
Durch die Kontinentalverschiebung fanden Überlagerungen und Verschiebungen der Kalkablagerungen und der unterschiedlichen Gesteine statt. Zwei tektonische Platten der erkalteten Erdkruste, Afrika und Europa, bewegten sich aufeinander zu, die Sedimentschichten wurden in großer Erdtiefe unter sehr hohen Drücken zusammengepresst und bei sehr hohen Temperaturen chemisch verändert, verformt und in Marmor umgewandelt. Die Metamorphose des Marmors findet bei Drücken von 10<sup>3</sup> <a href="Bar_(Einheit)" title="Bar (Einheit)">bar</a> und Temperaturen über 400 °C statt.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In diesem Prozess entstand aus den Kalkablagerungen ein <a href="Metamorphit" class="mw-redirect" title="Metamorphit">metamorphes Gestein</a>, Marmor. Diese Bewegungen fanden ihren Abschluss im oberen <a href="Mioz%C3%A4n" title="Miozän">Miozän</a> vor etwa 30 Millionen Jahren, als die Marmormasse regional unterschiedlich hoch angehoben wurde. Das Vorkommen des Carrara-Marmors ist ein Marmorgebirge bis zu einer Höhe von knapp 1900 Metern. Es bildeten sich <a href="Linsenf%C3%B6rmig" class="mw-redirect" title="Linsenförmig">linsenförmige</a> Gesteinskörper mit einer Länge von bis zu 10 Kilometern mit einer <a href="M%C3%A4chtigkeit_(Geologie)" title="Mächtigkeit (Geologie)">Mächtigkeit</a> von bis zu 400 Metern aus.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Steinbildhauer_und_Bauwerke">Steinbildhauer und Bauwerke</h2></div>
<p>Aus den Steinbrüchen der Berge Carraras haben <a href="Michelangelo" title="Michelangelo">Michelangelo</a>, <a href="Gian_Lorenzo_Bernini" title="Gian Lorenzo Bernini">Gian Lorenzo</a> und <a href="Luigi_Bernini" title="Luigi Bernini">Luigi Bernini</a>, <a href="Niccol%C3%B2_Pisano" title="Niccolò Pisano">Pisano</a>, <a href="Donatello" title="Donatello">Donatello</a>, <a href="Antonio_Canova" title="Antonio Canova">Canova</a> und weitere bekannte Bildhauer ihre Marmorblöcke bezogen. Carrara-Marmor wurde im <a href="Dom_zu_Florenz" title="Dom zu Florenz">Dom von Florenz</a>, im <a href="Schiefer_Turm_von_Pisa" title="Schiefer Turm von Pisa">Campanile von Pisa</a>, im <a href="Petersdom" title="Petersdom">Petersdom</a> zu Rom, im <a href="Dom_von_Siena" class="mw-redirect" title="Dom von Siena">Dom von Siena</a>, im früheren <a href="World_Trade_Center" title="World Trade Center">World Trade Center</a> in New York, in Kasinos von <a href="Las_Vegas" title="Las Vegas">Las Vegas</a> und als Außenverkleidung an der <a href="Finlandia-Halle" title="Finlandia-Halle">Finlandia Hall</a> in Helsinki und am <a href="Grande_Arche" title="Grande Arche">Grande Arche de la Défense</a> in Paris verbaut.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Römische_Zeit"><span id="R.C3.B6mische_Zeit"></span>Römische Zeit</h3></div>
<p>Der ursprüngliche Name des Carrara-Marmors war <i>Marmor Lunensis</i>. Diese Namensbezeichnung geht auf <a href="Luna_(Italien)" title="Luna (Italien)">Luna</a> zurück, eine römische <a href="Colonia_(Rom)" title="Colonia (Rom)">Kolonie</a>, die 177 v. Chr. nahe dem Ort <i>Luni Mare</i>, einem Ortsteil der Gemeinde <a href="Luni_(Ligurien)" title="Luni (Ligurien)">Luni</a> in der heutigen <a href="Provinz_La_Spezia" title="Provinz La Spezia">Provinz La Spezia</a> errichtet wurde.
</p><p>Das historische Luna lag unweit von Carrara. Luna hatte einen Hafen, dessen Ausgrabungen besichtigt werden können. In Luna wurden von Arbeitern und Sklaven die Oberflächen der Steinblöcke grob bearbeitet, um sie für die Verschiffung vorzubereiten. Der Fluss <a href="Magra" title="Magra">Magra</a> versandete (der archäologische Ort Luna liegt heute etwa zwei Kilometer vom Meer entfernt) und behinderte den weiteren Marmorhandel. Diese Schwierigkeiten und Überfälle der <a href="Langobarden" title="Langobarden">Langobarden</a> im Jahre 640, <a href="Sarazenen" title="Sarazenen">sarazenischer</a> und <a href="Normannen" title="Normannen">normannischer</a> Piraten im 9. und 10. Jahrhundert führten zum Niedergang von Luna, das im 11. Jahrhundert weitgehend verlassen wurde.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Phokas-S%C3%A4ule" title="Phokas-Säule">Phokas-Säule</a> auf dem Forum Romanum aus dem Jahre 608 war vermutlich das letzte römische Werk aus lunensischem Marmor.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Ort Luna wurde endgültig im 13. Jahrhundert aufgegeben.
</p><p>Marmor Lunensis wurde schon etwa ab 50 v. Chr. von den Römern gebrochen. Laut <a href="Plinius_der_%C3%84ltere" title="Plinius der Ältere">Plinius dem Älteren</a> war <a href="Mamurra" title="Mamurra">Mamurra</a>, der <i><a href="Praefectus_fabrum" title="Praefectus fabrum">praefectus fabrum</a></i> <a href="Gaius_Iulius_Caesar" title="Gaius Iulius Caesar">Caesars</a> im gallischen Krieg, der erste, der im Jahr 48 v. Chr. sein Haus ganz aus Marmor errichten ließ und dafür, neben <a href="Karystos" title="Karystos">karystischem</a>, auch lunensischen Marmor benutzte.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Carrara-Marmor wurde ab dem letzten Viertel des 1. Jahrhunderts v. Chr. zum üblichen Baumaterial der Prestigebauten Roms.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zuvor importierten die Römer vor allem griechischen Marmor aus <a href="Parischer_Marmor" title="Parischer Marmor">Paros</a>. Carrara-Marmor wurde in römischer Zeit sowohl in der Architektur als auch in der Skulptur weit verbreitet eingesetzt. Als Beispiele der Architektur seien der <a href="Aedes_Castoris" title="Aedes Castoris">Dioskurentempel</a> auf dem <a href="Forum_Romanum" title="Forum Romanum">Forum Romanum</a>, das <a href="Augustusforum" title="Augustusforum">Augustusforum</a> und die <a href="Trajanss%C3%A4ule" title="Trajanssäule">Trajanssäule</a> auf dem <a href="Trajansforum" title="Trajansforum">Trajansforum</a>, die aus 18 Marmorblöcken besteht, genannt; aus dem Bereich der Skulptur sei auf die <a href="Laokoon-Gruppe" title="Laokoon-Gruppe">Laokoon-Gruppe</a> verwiesen, deren berühmte römische Kopie aus Carrara-Marmor gefertigt wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittelalter_und_Frühe_Neuzeit"><span id="Mittelalter_und_Fr.C3.BChe_Neuzeit"></span>Mittelalter und Frühe Neuzeit</h3></div>
<p>Um 1000 gründeten Bauern den Weiler <i>Cararia</i>. Gegen 1250 könnte die Wiedereröffnung der <a href="Steinbruch" title="Steinbruch">Steinbrüche</a> für den Bau der Pfarrei von Carrara erfolgt sein, da hierfür Marmor benötigt wurde.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Einen Anstoß zum Wiederaufleben des Marmorhandels gaben Aufträge <a href="Genua" title="Genua">Genueser</a> Kaufleute für Säulen, Kapitelle und Platten. Sie betrieben damit einen schwunghaften Handel im Mittelmeerraum. Den Ausschlag zur Wiederinbetriebnahme der Marmorsteinbrüche gaben vor allem die Aufträge von <a href="Niccol%C3%B2_Pisano" title="Niccolò Pisano">Niccolò Pisano</a> für den Dombau in <a href="Pisa" title="Pisa">Pisa</a>.
</p>
<p>Am Ende der italienischen <a href="Romanik" title="Romanik">Romanik</a> war es üblich geworden, dass die Bildhauer ihre Rohblöcke in den Bergen Carraras selbst aussuchten. Diese Rohblöcke wurden an den Aufstellungsbauort transportiert, wo sie bearbeitet wurden. Die Rohblöcke wurden, nachdem sie mit der <a href="Lizzatura" title="Lizzatura">Lizzatura</a> (siehe weiter unten) zu Tale gebracht waren, mit zweirädrigen (sogenannte carrette) oder vierrädrigen (sogenannte „currus“) Karren mit Ochsengespannen transportiert. Dabei errechnete man, dass jedes Ochsenpaar in der Ebene circa 800 Kilogramm ziehen konnte. Die Anzahl der Ochsenpaare wurde zur Berechnung der Transport- und Zollkosten herangezogen.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Mittelalter waren die meisten Steinbrüche im Besitz der Markgrafen <a href="Malaspina" title="Malaspina">Malaspina</a>, die sie wiederum an Familien von Steinbildhauern verpachteten, die sowohl die Gewinnung als auch den Transport des wertvollen Materials verwalteten. Einige von ihnen, wie die Maffioli, die einige Steinbrüche nördlich von Carrara im <a href="Torano" title="Torano">Torano</a>-Gebiet pachteten, oder um 1490 Giovanni Pietro Buffa, der Marmor auf Kredit von lokalen Steinbrechern aufkaufte und dann auf dem venezianischen Markt weiterverkaufte, schufen ein dichtes Handelsnetz und ermöglichten den Marmor-Export auch an weit entfernte Orte.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Um nur ein Beispiel zu nennen, beginnend mit 1474, lieferten zuerst die Maffioli, dann die Buffa, den Marmor für die Fassade der <a href="Certosa_di_Pavia" title="Certosa di Pavia">Certosa di Pavia</a>, ein Kloster in der <a href="Lombardei" title="Lombardei">Lombardei</a>. Sie kümmerten sich auch um den Transport des Carrara-Marmors, der als Italien umrundet worden war, mit dem Boot die Flüsse <a href="Po_(Fluss)" title="Po (Fluss)">Po</a> und <a href="Ticino_(Fluss)" title="Ticino (Fluss)">Tessin</a> hinauf transportiert wurde, bis schließlich die Marmor-Fracht die Baustelle des Klosters erreichte.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissance</a>-Bildhauer Michelangelo, der den <a href="David_(Michelangelo)" title="David (Michelangelo)">David</a>, die <a href="Piet%C3%A0" title="Pietà">Pietà</a>, den <a href="San_Pietro_in_Vincoli" title="San Pietro in Vincoli">Moses</a> und andere berühmte Skulpturen aus dem Bildhauermaterial Statuario schuf, verhalf diesem Stein zu seiner Berühmtheit.
</p><p>Kunstinteressierte aus Europa reisten zu den Marmorskulpturen der <i>Renaissance</i> und berichteten in ihren Heimatländern davon. Die italienischen Städte <a href="Florenz" title="Florenz">Florenz</a>, <a href="Rom" title="Rom">Rom</a> und <a href="Neapel" title="Neapel">Neapel</a> waren zwar Abnehmer des Marmors, aber der Absatz in Italien blieb im Verhältnis zum Absatz in England, Frankreich und Spanien gering. Italien war, wie Deutschland auch, in Kleinstaaten zersplittert und die Zollabgaben waren immens. Der Transport stellte nicht nur wegen des Gewichtes der Steinblöcke ein technisches Problem dar; die Frachtkosten erhöhten die Kosten für die Steine erheblich.
</p><p>Die Besitzer der Steinbrüche in Carrara erhielten durch den Zwischenhandel nur einen Bruchteil der Erlöse, die im Marmorhandel erzielt wurden. Die genuesischen Kaufleute, die den Vertrieb dominierten, prägten den Spruch: „Marmor ist <a href="Wei%C3%9Fes_Gold" title="Weißes Gold">weißes Gold</a>“. Der Betrieb der Steinbrüche war finanziell unattraktiv geworden, einige wurden aufgegeben. Carrara versuchte im 16. Jahrhundert mit geringem Erfolg den weißen Marmor direkt zu vermarkten. Infolge dieser Absatzkrise wurde nicht nur das Einkommen, sondern auch das Selbstbewusstsein der <a href="Steinmetz" title="Steinmetz">Steinmetzen</a> und Steinarbeiter beeinträchtigt. Selbst die Steinbildhauermeister hatten keine meisterliche Arbeit mehr. Sie mussten in Gruppen in den Werkstätten der Steinbruchbesitzer arbeiten und veredelten Mörser und kleine Säulen für Balustraden, aber auch Sarkophage, Vasen und Ölgefäße. Ein anderes Produkt, das gänzlich in Hausarbeit, auch unter Mithilfe von Frauen und Kindern, gefertigt wurde, waren Bodenfliesen aus Marmor. Diese wurden direkt von Genueser Kaufleuten übernommen, die das Monopol auf den Vertrieb innehatten.
</p><p>In der <a href="Barock" title="Barock">Barockzeit</a> kam es für weiße Marmore zu einer verringerten Nachfrage, da bunte und gesprenkelte <a href="Kalkstein" title="Kalkstein">Kalksteine</a> und Marmore bevorzugt wurden.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Klassizismus">Klassizismus</h3></div>
<p>In der Zeit des <a href="Klassizismus" title="Klassizismus">Klassizismus</a> besann sich Europa wieder auf weißen Marmor. 1769 wurde die <a href="Accademia_di_Belle_Arti_di_Carrara" title="Accademia di Belle Arti di Carrara">Accademia di Belle Arti di Carrara</a>, eine Bildhauerschule, gegründet.
Durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa blieb die Erweiterung des Marmorhandels eingeschränkt. Nach der Besetzung Carraras durch die napoleonischen Truppen, die die österreichische Besatzung vertrieben, kam es 1800 zum Erliegen der Produktion.
Nach dem Abzug der Franzosen stieg die Marmorproduktion wieder an und 1857 gab es 600 Steinbrüche. Nicht nur Italiener, auch Franzosen, Schweizer und Engländer waren am Aufbau der Marmorindustrie beteiligt.
Um 1815 erfand ein italienischer Arbeiter, Giuseppe Perugi, die Steinsäge mit mehreren Sägeblättern, die erste <a href="Gatters%C3%A4ge" title="Gattersäge">Gattersäge</a> für Naturstein, die von schnelllaufenden <a href="Wasserrad" title="Wasserrad">Wasserrädern</a> angetrieben wurde. Diese Technologie verbesserte der Schweizer Carlo Müller und 1831 konstruierte der Franzose Nerier acht Eisengestelle, die es ermöglichten, mehrere großformatige, einen Zentimeter dünne Marmorplatten herzustellen. Dieses Verfahren wurde bei der <a href="Weltausstellung_1867" class="mw-redirect" title="Weltausstellung 1867">Weltausstellung 1867</a> in Paris prämiert.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Jahr 1870 gab es schon 40 Sägereien dieser Art in Carrara, 15 in Massa, 26 in <a href="Seravezza" title="Seravezza">Seravezza</a>.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
1895 fand in Carrara erstmals Spiraldraht, der von Dieselmotoren angetrieben wurde, zum Steinesägen Einsatz.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Stahlseile waren Hunderte von Metern lang und wurden hinter dem Auslauf aus der Schnittfuge über Umlenkrollen durch die Steinbrüche geführt um sie zwischendurch abkühlen zu lassen. Später wurden die Dieselmotoren durch Elektromotoren ersetzt. Mit den sogenannten <a href="Helikoidals%C3%A4ge" title="Helikoidalsäge">Helikoidalsägen</a> konnte der Sprengmitteleinsatz minimiert werden, der zu den gewaltigen Gesteins-Schutthalden führte, die bis heute als der <i>Schnee der Berge Carraras</i> zu sehen sind. Die Verwendung von Explosivstoffen wurde nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> weitgehend eingestellt.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Industrialisierung">Industrialisierung</h3></div>
<p>Neben den technischen Neuerungen im Zuge der Industrialisierung wurde der Handel mit Carrara-Marmor durch neue Finanzierungskonzepte des Engländers Thomas Robson für die Steinbruchbesitzer erleichtert. Die Infrastruktur wurde durch den Bau von Schwebeseil- und Eisenbahnen zum Steintransport ins Tal sowie durch den Bau von Verladebrücken im Hafen von Avenza erheblich verbessert. Mit dem Bau der Marmor-Eisenbahn in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts konnten die Transportkosten um zehn Prozent gesenkt werden, indem jene eine Verbindung zwischen den Steinbrüchen und den Sägereien, dem nationalen Eisenbahnnetz und den Verladebrücken der Schiffe herstellte.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in den Bergen, in denen der Transport weiterhin auf der Straße erfolgen musste, Ochsengespanne durch schwere Dampftraktoren abgelöst.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei den Einigungsbestrebungen in Italien schlug sich die Arbeitnehmerschaft und die liberale Bürgerschaft Carraras auf die Seite der <a href="Republik" title="Republik">Republikaner</a>.
Nachdem Italien geeint war, stieg die Marmorproduktion an und die Anzahl der Steinarbeiter verdoppelte sich auf 10.000.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Handel wurde allerdings durch den amerikanischen <a href="Sezessionskrieg" title="Sezessionskrieg">Sezessionskrieg</a> und hohe Schutzzölle in Europa behindert.<br>
Die Arbeitnehmerschaft kam nicht nur aus Carrara, sondern auch aus den umliegenden Dörfern. Der Weg zu den im Gebirge liegenden Steinbrüchen war lang. Werktags mussten die Steinbrucharbeiter in den Steinbruchhütten übernachten, harte Handarbeit war üblich und um die Arbeitssicherheit war es schlecht bestellt; es kam häufig zu schweren Unfällen. Ungeregelte und lange Arbeitszeiten verschlechterten zusätzlich die Arbeitsbedingungen und die Altersversorgung war völlig ungeklärt. Diese Faktoren führten zu heftigen Arbeitskämpfen, als deren Ergebnis es unter anderem zum Bau von Kinderheimen und Armenhäusern, zur Gründung öffentlicher Fürsorgeeinrichtungen und zur Errichtung einer Berufsschule in Carrara kam.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="20._Jahrhundert_bis_zur_Gegenwart">20. Jahrhundert bis zur Gegenwart</h3></div>
<p>Der <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Erste Weltkrieg</a> brachte das Erliegen der Marmorproduktion mit sich und die Weltwirtschaftskrise von 1929 verringerte abermals die bis dahin langsam wieder angelaufene Produktion um die Hälfte. Die Folgen des Krieges mit <a href="%C3%84thiopien" title="Äthiopien">Äthiopien</a> und die daraus resultierenden Absatzeinbußen bei Carrara-Marmor versuchte die faschistische Regierung <a href="Benito_Mussolini" title="Benito Mussolini">Mussolinis</a> durch Monumentalaufträge, mit dem 17,40 Meter hohen <a href="Mussolini-Obelisk" title="Mussolini-Obelisk">Mussolini-Obelisken</a>, 60 etwa 5,0 Meter große Monumentalstatuen und mit dem <a href="Kugelbrunnen_(Rom)" class="mw-redirect" title="Kugelbrunnen (Rom)">Kugelbrunnen</a> mit 3 Metern Durchmesser und 37 Tonnen Gewicht für das <a href="Foro_Italico" title="Foro Italico">Foro Italico</a> zu kaschieren. Dabei wurde beispielsweise der Rohblock des Mussolini-Obelisken (19,00 × 2,35 × 2,35 m) mit rund 300 Tonnen Gewicht mit der sogenannten Lizzatura (siehe weiter unten) ins Tal bewegt. Zur Verschiffung im Hafen von <a href="Massa_(Toskana)" title="Massa (Toskana)">Massa</a> zogen 36 Paar Ochsen den <a href="Monolith" title="Monolith">Monolith</a>.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Derartige monumentale Aufträge änderten die wirtschaftliche Lage Carraras jedoch kaum.
</p><p>Der <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweite Weltkrieg</a> brachte nicht nur die Marmorproduktion zum Erliegen; die deutsche <a href="Wehrmacht" title="Wehrmacht">Wehrmacht</a> zerstörte zudem im Kampf gegen <a href="Resistenza" title="Resistenza">Partisanen</a> in den Jahren 1944/45 größtenteils die Einrichtungen in den Steinbrüchen. Zwischen Massa und Carrara führte die Verteidigungslinie der Wehrmacht, die sogenannte <a href="Gotenlinie" class="mw-redirect" title="Gotenlinie">Gotenlinie</a> hindurch und unweit von Carrara verübte die <a href="Waffen-SS" title="Waffen-SS">Waffen-SS</a> das Massaker an der Dorfbevölkerung von <a href="Sant%E2%80%99Anna_di_Stazzema" title="Sant’Anna di Stazzema">Sant’Anna di Stazzema</a> und <a href="Massaker_von_Fivizzano" title="Massaker von Fivizzano">Fivizzano</a> mit jeweils etwa 400 ermordeten Zivilisten.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am erbitterten Widerstand gegen die deutschen Besatzer war ein Großteil der Bevölkerung, vor allem die Arbeitnehmerschaft und Frauen beteiligt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im <a href="Frauenaufstand_von_Carrara" title="Frauenaufstand von Carrara">Frauenaufstand von Carrara</a> konnten Frauen im Juni 1944 mit ihrem Widerstand verhindern, dass der Räumungsbefehl über die gesamte zivile Stadtbevölkerung Carraras in die Tat umgesetzt wurde.
</p>
<p>Durch den Wiederaufbau nach Kriegsende und den europäischen Bauboom in den 1960er Jahren stieg das Produktionsvolumen auf 500.000 Tonnen an.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Zuge dieser Entwicklung wurde das Straßennetz in den Bergen ausgebaut. Der Transport der Rohblöcke aus den Bergen Carraras in die Täler erfolgte teilweise bis in die 1960er Jahre mit einer speziellen Methode, der sogenannten Lizzatura. Dabei wurden die riesigen Blöcke an drei Seilen aus <a href="Hanf" title="Hanf">Hanf</a> (ab 1920 mit Stahlseilen) befestigt und durch Nachlassen der Seile die Schlitten auf eingeseiften Hölzern zu Tale befördert; ein überaus gefährliches Unterfangen, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen. Der Transport der Steinblöcke auf Schlitten soll erstmals im Alten Ägypten, im Antiken Griechenland und auch in römischer Zeit in Carrara angewendet worden sein.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jedes Jahr im August wird weiterhin eine traditionelle Lizzatura durchgeführt. Heute werden die gewaltigen, zum Teil mehr als 20 Tonnen wiegenden Rohblöcke per Lastkraftwagen auf den unfallträchtigen, gewundenen Bergstraßen ins Tal verfrachtet.
</p><p>Carrara muss sich heute als Steinzentrum Europas nicht nur gegenüber dem steinverarbeitenden Zentrum um <a href="Verona" title="Verona">Verona</a> im eigenen Land behaupten, sondern auch gegenüber Steinverarbeitungszentren in China, Indien und Brasilien. Heute verarbeiten die Firmen in Carrara nicht ausschließlich Carrara-Marmor, sondern viele Gesteine verschiedenster Herkunft.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lage_der_Steinbrüche"><span id="Lage_der_Steinbr.C3.BCche"></span>Lage der Steinbrüche</h2></div>
<p>Die Marmorsteinbrüche um Carrara befinden sich in den Apuanischen Alpen, hauptsächlich in den sogenannten drei Talbecken, die <i>Bacino di Fantiscritti</i>, <i>Bacino di Torrano</i> und <i>Bacino di Colonnata</i> genannt werden. Die meisten Steinbrüche liegen in etwa 1000 Meter Höhe. Die historischen Brüche sind <i>Canal Grande</i>, <i>Colonnata</i>, <i>Fantiscritti</i>, <i>Polvaccio</i> und <i>Poggio Domizio</i>. In diesen Steinbrüchen existieren teilweise Spuren der Abbruchmethoden aus jener Zeit, der so genannte römische <i>Tagliate</i> (Schnitt), mit dem die Steinblöcke aus den Steinwänden freigeschlagen wurden.
</p><p>In der vorindustriellen Zeit herrschte eine Arbeitsteilung und der Beruf der <a href="Steinhauer" title="Steinhauer">Steinhauer</a> teilte sich in drei Tätigkeiten auf. Die <i>Marmorarii</i> brachen die Rohblöcke aus den Steinwänden, die <i>Quadratarii</i> brachten die rohen, unbehauenen Blöcke mit dem <a href="Spitzeisen" title="Spitzeisen">Spitzeisen</a> in eine rechtwinkelige Form und die <i>Sectores serrarii</i> spalteten Platten.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Carrara-Marmorbahn">Carrara-Marmorbahn</h3></div>
<p>Der Steintransport ist seit alters her ein gefährliches und schwieriges Unterfangen. Bevor die erste mit Dampf angetriebene Bahn fertiggestellt war, mussten die Blöcke mit der Methode der Lizzatura (siehe weiter oben) und anschließend mit Ochsenkarren ins Tal transportiert werden. Auch nach dem Eisenbahnbau wurden die Rohblöcke oberhalb der Gleise mit der Lizzatura herabgelassen. Die <a href="Carrara-Marmorbahn" title="Carrara-Marmorbahn">Carrara-Marmorbahn</a>, die die drei Becken durch Tunnel und Brücken verband, wurde von einem Belgier gebaut und um 1876 in Betrieb genommen. Die Marmorbahn verband die Orte Carrara und <a href="Miseglia" title="Miseglia">Miseglia</a> und führte unterhalb des Ortes <a href="Colonnata" title="Colonnata">Colonnata</a> (Statione Tarone) über <a href="Fantiscritti" title="Fantiscritti">Fantiscritti</a> bis zur Cava Polvaccio. Von Carrara führte die Bahnlinie weiter bis zum Mittelmeer-Hafen von <a href="Massa_(Toskana)" title="Massa (Toskana)">Massa</a>.<br>
Nach dem Bau der Bahn und mit dem Aufkommen dampfgetriebener Traktoren endete der Ochsentransport. Die Lizzatura wurde weiterhin praktiziert. Erst in den 1960er-Jahren wurden die Straßen zu den Steinbrüchen ausgebaut; der Transport konnte mit Lastkraftwagen direkt aus den Steinbrüchen erfolgen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Becken_von_Fantiscritti">Becken von Fantiscritti</h3></div>
<p>Das Talbecken von Fantiscritti, in dem sich aktuell etwa 30 Steinbrüche befinden, liegt oberhalb von Carrara, über dem kleinen Ort Miseglia. In diesem Gebiet werden die Marmorsorten <i>Ordinario</i> (weißlich), <i>Venato</i> (weiß und grau), <i>Cremo</i> (hellgrau) und früher der <i>Zebrino</i> (grau-grün gestreift) bei <i>Ponti di Vara</i> gebrochen. Neben etwa 30 bewirtschafteten Steinbrüchen unterschiedlicher Größe befinden sich in diesem Tal zwei Brücken, über die die ursprüngliche Marmorbahn führte. Die fünfbogige Brücke wird heute als Straße benutzt. Der unterirdische Steinbruch <i>Galleria Ravaccione</i>, der besichtigt werden kann, liegt inmitten des Berges <i>Torrione</i>. Die hervorragende Qualität des Marmors wurde in der Tunnelmitte entdeckt, als man diesen in den Berg schlug, um die Täler Fantiscritti und Torano miteinander mit der Carrara-Marmorbahn zu verbinden. Dieser Tunnel wird heute nur noch einbahnig bis zum Steinbruch, etwa in der Mitte des Bergs liegend, von Fantiscritti aus benutzt. Über dem Tunnel befindet sich ein hoher Marmor-Berg und ein weiterer offener Steinbruch. Vor dem unterirdischen Steinbruch <i>Galeria Ravaccione</i> befinden sich ein privates Marmormuseum und ein Platz, auf dem Freiluft-Konzerte und Theateraufführungen stattfinden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Becken_von_Torano">Becken von Torano</h3></div>
<p>Im Becken von <a href="Torano" title="Torano">Torano</a> gibt es zirka 30 aktive Steinbrüche, in denen der <i>Statuario</i> (weiß-gelbliches Bildhauermaterial), <i>Statuario Venato</i> (grau-weißes Bildhauermaterial), <i>Calacatta</i>, <i>Cremo</i>, <i>Ordinario</i> und <i>Arabescato</i> gebrochen wird. Im Talbecken von Torano befindet sich der <i>Polvaccio</i>-Steinbruch, aus dem Michelangelo einige seiner Steinblöcke gewann und heute als Cava-Michelangelo bezeichnet wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Becken_von_Colonnata">Becken von Colonnata</h3></div>
<p>Bei <a href="Colonnata" title="Colonnata">Colonnata</a> befindet sich der größte Steinbruch der apuanischen Berge, der <i>Gioia</i>-Steinbruch. Auch sind etwa 30 Steinbrüche im Betrieb, in denen der Ordinario (weißlich), Venato (weiß), Arabescato und der Bardiglio (blau) abgebaut werden. Neben dem römischen Steinbruch <i>Fossacava</i>, der nur zu Fuß erreichbar ist, befindet sich die älteste Marmorbahnbrücke aus dem Jahre 1875. Das kleine Dorf Colonnata ist der ursprünglichste Ort der Steinbrucharbeiter mit einem sehenswerten Friedhof der bei der Arbeit Verunglückten und einem Mahnmal für die Steinbrucharbeiter.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Steinbrüche"><span id="Weitere_Steinbr.C3.BCche"></span>Weitere Steinbrüche</h3></div>
<p>Neben den offenen, über Tage befindlichen Steinbrüchen gibt es weitere Untertage-Steinbrüche, dennoch wird der größte Teil im Tagebau betrieben.<br>
Der Steinbruch, den Michelangelo im Auftrag Papst <a href="Leo_X." title="Leo X.">Leos X.</a> erschloss, liegt hoch in einer Flanke des Berges <i>Monte Altissimo</i> im Gemeindegebiet von <a href="Seravezza" title="Seravezza">Seravezza</a>.<br>
Eine bemerkenswerte technische Leistung ist im <i>Cervaiole</i>-Steinbruch auf dem über 1589 Meter hohen Monte Altissimo mit einer riesigen Aushöhlung von etwa 80 Metern Länge, einer Tiefe von 25 Metern und einer Höhe von 40 Metern zu bestaunen. Dieser Steinbruch wird von der Firma Henraux aus Carrara seit der nachnapoleonischen Zeit betrieben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gewinnung">Gewinnung</h2></div>
<p>Heute wird der Carrara-Marmor in etwa 150 Brüchen über- und untertage mit Seilsägen und mit Schrämen herausgesägt und nicht mehr in manueller Handarbeit aus den Steinbruchwänden gelöst.<br>
<a href="Seils%C3%A4ge" title="Seilsäge">Seilsägen</a> führen je nach Bedarf lange, dicht mit <i>Hartmetallperlen</i> besetzte Stahlseile durch die Marmorschichten im Steinbruch oder durch die Rohblöcke in den Verarbeitungsbetrieben. In den Hartmetallperlen befinden sich Industriediamanten. Ein ständiger Wasserstrom kühlt die Sägeseile. <a href="Schr%C3%A4me" class="mw-redirect" title="Schräme">Schrämen</a> schneiden mit Sägeschwertern bis zu einer Länge von vier bis fünf Metern in einer Arbeitstiefe von circa zwei bis zweieinhalb Meter Lösefugen in die Gesteinsschichten. Die Schrämen sind fahrbare, überdimensionierte Kettensägen, die ohne Wasserkühlung arbeiten.
Die Rohblöcke werden unter Einsatz von Druckluftbohrhämmern und <a href="Steinspaltwerkzeuge" title="Steinspaltwerkzeuge">Steinspaltwerkzeugen</a> weiter nach Bedarf geformt.
Diese Geräte bringen die tonnenschweren Rohblöcke zur weiteren Bearbeitung auf das entsprechende Maß. Die Rohblöcke werden auf Lastkraftwagen auf den gefährlichen, gewundenen Bergstraßen ins Tal gebracht. Dabei kommt es oft zu Unfällen. Die Blöcke werden in die mehr als 250 steinverarbeitenden Betriebe in Carrara und Massa transportiert, wo sie mit Gattersägen, <a href="Steinkreiss%C3%A4ge" title="Steinkreissäge">Blockkreissägen</a> oder Seilsägen weiter zu Tranchen, Platten, Fliesen und anderen Steinprodukten verarbeitet werden.
</p><p>Wie in weiteren Marmorabbaugebieten werden Teilblöcke von Marmor, die wirtschaftlich nicht verwertet werden, in industriellen Steinmühlen zu Marmorstaub in Tausendstel-Millimetergröße zermahlen, der in <a href="Zahnpasta" title="Zahnpasta">Zahnpasta</a>, <a href="Seife" title="Seife">Seife</a>, <a href="Scheuermittel" title="Scheuermittel">Scheuermitteln</a> sowie in der <a href="Glasherstellung" class="mw-redirect" title="Glasherstellung">Glas-</a> und <a href="Papierherstellung" class="mw-redirect" title="Papierherstellung">Papierherstellung</a> verwendet wird.
</p><p>Eine weitere wirtschaftliche Verwendung des Carrara-Marmors ist das Angebot an <a href="Kies" title="Kies">Marmorkies</a>, der ursprünglich aus den Bächen im Carrara-Gebiet entnommen wurde und heute auch maschinell hergestellt wird. Er findet vornehmlich im Gartenbau auf Blumenrabatten Einsatz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Mineralbestand">Mineralbestand</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Marmor#Petrographischer_Begriff" title="Marmor">„Petrographischer Begriff“ im Artikel Marmor</a></i></div>
<p>Carrara-Marmore sind Metamorphite (Umwandlungsgesteine), die mindestens 50 Volumenprozent <a href="Calcit" title="Calcit">Calcit</a> enthalten. Sie bestehen aus fast nur einem <a href="Karbonat" class="mw-redirect" title="Karbonat">Karbonatmineral</a>, sie sind monomineralisch. Marmore haben eine Umwandlung unter hohem Druck und hoher Temperatur, eine <a href="Metamorphose_(Geologie)" title="Metamorphose (Geologie)">Metamorphose</a>, erfahren. Die Kristallkörner des Calcits sind im Carrara-Marmor zumeist mit dem Auge erkennbar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verwendung">Verwendung</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Marmor#Verwendung_und_Haltbarkeit" title="Marmor">„Verwendung und Haltbarkeit“ im Artikel Marmor</a></i></div>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 185px">
<div class="thumb" style="width: 180px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Marmor-Waschbecken aus Carrara-Marmor</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 185px">
<div class="thumb" style="width: 180px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Bodenbelag aus Carrara-Marmor mit dunklem <a href="Gabbro" title="Gabbro">Gabbro</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 185px">
<div class="thumb" style="width: 180px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Fassade der <a href="Finlandia-Halle" title="Finlandia-Halle">Finlandia-Halle</a> von <a href="Alvar_Aalto" title="Alvar Aalto">Alvar Aalto</a>, fertiggestellt 1971</div>
</li>
</ul>
<p>Es gibt im Raum Carrara circa 50 verschiedene Marmorsorten (z. B. <i>Carrara-Marmor C, Ordinario, Venato, Calacatta, Statuario, Bardiglio, Gioa</i> usw.).<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der wertvollste ist der sogenannte „Statuario“, der Marmor für Statuen. Große Statuario-Blöcke sind heute selten und teuer geworden. Der Statuario ist nicht in Gänze weiß, sondern teilweise gelblich gestreift. Statuario ist besonders feinkörnig und ermöglicht filigrane Bearbeitungen durch die Steinbildhauer.<br>Carrara-Marmor ist nicht ausschließlich weiß, sondern mitunter grau bis blau, gelblich oder rötlich. Die gelbe Farbe wird durch <a href="Limonit" title="Limonit">Limonit</a>, die blaue und graublaue durch <a href="Grafit" class="mw-redirect" title="Grafit">Grafit</a>, kohlige Substanzen oder <a href="Bitumen" title="Bitumen">Bitumen</a> und die rötliche durch <a href="H%C3%A4matit" title="Hämatit">Hämatit</a> hervorgerufen. Es gibt aber auch extrem dunkelblaue Carrarasorten. <a href="Chloritgruppe" title="Chloritgruppe">Chlorit</a> und <a href="Serpentingruppe" title="Serpentingruppe">Serpentin</a>-Minerale färben grün. Ein unter den Carrara-Marmoren einmaliges Muster weisen <i>Calacatta Vagli</i> mit rotbraunen bis rötlich-grauen Arabesken auf weißem Grundton und <i>Calacatta Rocchetta mit</i> graugrünlichen Arabesken auf.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese stofflichen Beimengungen in den ursprünglichen Kalksteinen führen zu dem für viele Marmore typischen Dekor, zur <i>Marmorisierung</i>, die sich in unterschiedlichen Farbschattierungen zeigen kann.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Die weißen Carrara-Sorten können im Einzelfall feinstverteiltes <a href="Pyrit" title="Pyrit">Pyrit</a>-Mineral enthalten und sich nach dem Einbau gelb bis bräunlich verfärben. Pyrit kann sich unter Einwirkung von Wasser zu <a href="Schwefels%C3%A4ure" title="Schwefelsäure">Schwefelsäure</a> zersetzen. Carrara-Marmore haben eine unter 0,5 Volumenprozent liegende Wasseraufnahme und zählen aufgrund dieser Eigenschaft zu den frostfesten Gesteinen.
</p><p>Neben der Verwendung für Bildhauerarbeiten und Denkmäler wird Carrara-Marmor beispielsweise für Boden- und Treppenbeläge sowie für <a href="Fensterbank" title="Fensterbank">Fensterbänke</a> im Innenausbau und <a href="Natursteinfliese" class="mw-redirect" title="Natursteinfliese">Natursteinfliesen</a> oder Becken in Bädern genutzt. Im Konditorengewerbe kommen häufig Arbeitstische aus Carrara-Marmor zum Einsatz, da Zuckerguss schnell abkühlen muss und Marmoroberflächen hierfür besonders geeignet sind, des Weiteren haftet Teig nicht auf Marmoroberflächen an.
</p><p>Als Rohblock kostet ein Kubikmeter Carrara-Marmor etwa 1.500 Euro, wobei hochwertigste Sorten einen Preis von 10.000 Euro und mehr je Kubikmeter erzielen können. 50 Prozent der heutigen Förderung gehen in arabische Länder, beispielsweise für den Innenausbau von Flughäfen oder Moscheen. Insgesamt werden drei Viertel der Gesamtproduktion ins Ausland exportiert. Circa 3500 Menschen sind in Italien für Firmen des Marmorabbaus tätig, davon gut 1000 im direkten Abbau. Im Jahre 1999 wurden eine Million Tonnen verarbeitet, dabei entstanden etwa drei Millionen Tonnen nicht verwertetes Material, also Steintrümmer. Dies bedeutet einen Abbau von etwa 1,5 Millionen Kubikmetern Gestein. Die Trümmer werden teilweise weiter zu Marmormehl für industrielle Zwecke, zu Marmorsplitt und zu Kies für Gartengestaltungen verarbeitet.<br>Eine Besonderheit am Rande sollte nicht unerwähnt bleiben, die inzwischen eine Spezialität für Feinschmecker geworden ist: Der <i><a href="Lardo" title="Lardo">Lardo</a> di <a href="Colonnata" title="Colonnata">Colonnata</a></i> (Speck aus Colonnata) ist ein sehr fetter Speck, der in dafür hergestellte Marmortröge mit Salz, Gewürzen und Kräutern geschichtet wird und mindestens ein halbes Jahr darin reifen muss. Für die Marmortröge eignet sich nur ein speziell ausgesuchter großkristalliner Carrara-Marmor. Lardo di Colonnata war früher das Essen der Steinarbeiter, die energiereiches Essen für ihre harte Arbeit benötigten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_der_Marmore" title="Liste der Marmore">Liste der Marmore</a></li>
<li><a href="No_Cav" title="No Cav">No Cav</a>, Bewegung für nachhaltigen Abbau von Carrara-Marmor</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Aldus Casa di Edizioni in Carrara (Hrsg.): <i>Carta Tematica delle Cave di Carrara, 1:8000</i>. italienisch, englisch, deutsch, französisch, o. A.</li>
<li>Karlfried Fuchs: <i>Natursteine aus aller Welt, entdecken, bestimmen, anwenden</i>. Callwey, München 1997.</li>
<li>Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor, Material und Kultur.</i> Callwey, München 1980, ISBN 3-7667-0505-9.</li>
<li>Mario Pinzari: <i>Methods, techniques and technologies for quarrying ornamental stones.</i> In: Marble in the world, hrsg. v. Società Editrice Apuana S.r.l., Carrara 1990.</li>
<li>Dietmar Reinsch: <i>Natursteinkunde. Eine Einführung für Bauingenieure, Architekten, Denkmalpfleger und Steinmetze</i>. Enke, Stuttgart 1991, ISBN 3-432-99461-3.</li>
<li>Der Spiegel. Ausgabe Nr. 13 vom 26. März 2012.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Marble_quarries,_Carrara?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Carrara-Marmor</a></span></b> – Sammlung von Bildern</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.marmocarrara.com/">Marmo Carrara</a> (italienisch, interessante Unterseiten)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.vacanzeinversilia.com/ger/museodelmarmo.php">Marmormuseum in Carrara</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1129/1/Sheremeti-Kabashi_Flurije.pdf">Gefügeanisotrophie und Verwitterung von Carrara-Marmor</a> (PDF; 4,4 MB)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://geo.geoscienze.unipd.it/sites/default/files/9%20Rocce%20nell'antichita'.pdf"><i>9. Rocce nell’ antichità</i></a>, abgerufen am 16. Mai 2021. In: <a href="Universit%C3%A4t_Padua" title="Universität Padua">Universität Padua</a> (PDF)</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Karlfried Fuchs: <i>Natursteine</i>. Seite XII, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 52 ff., siehe Literatur.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 185, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 188, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Plinius, <a href="Naturalis_historia" title="Naturalis historia">naturalis historia</a> 36,7; siehe auch Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 185, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Der Konsul <a href="Marcus_Claudius_Marcellus_(Konsul_166_v._Chr.)" title="Marcus Claudius Marcellus (Konsul 166 v. Chr.)">M. Claudius Marcellus</a> konnte die ligurischen <a href="Apuaner" title="Apuaner">Apuaner</a> 155 endgültig besiegen und Sicherheit für die Bewohner des antiken Luna herstellen. Als Dank haben sie ihm ein Denkmal aus lunensischem Marmor errichtet. Von dem Denkmal ist lediglich ein Säulenkapitell, in dem sein Name eingemeißelt ist, ausgegraben worden. Wenn es sich um eine zeitgenössische Darstellung handelt, ist es das erste Werkstück aus Carrara-Marmor, das architektonisch verwendet wurde. Siehe Luciana und Tiziano Mannioni, <i>Marmor</i>. Seite 184, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 191, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 102, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Christiane_Klapisch-Zuber" title="Christiane Klapisch-Zuber">Christiane Klapisch-Zuber</a>: <cite class="lang" lang="fr" dir="auto" style="font-style:italic">Les maitres du marbre : Carrare, 1300–1600.</cite> J. Touzot, Paris 1969, ISBN 978-2-7132-0468-5, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>129–192</span> (französisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Carrara-Marmor&rft.au=Christiane+Klapisch-Zuber&rft.btitle=Les+maitres+du+marbre+%3A+Carrare%2C+1300-1600.&rft.date=1969&rft.genre=book&rft.isbn=9782713204685&rft.pages=129-192&rft.place=Paris&rft.pub=J.+Touzot" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Filippo Gemelli: <cite class="lang" lang="it" dir="auto" style="font-style:italic">L’approvvigionamento lapideo tra XIV e XV secolo nei cantieri del Duomo e della Certosa di Pavia</cite>. In: Centro Internazionale di Studi sul Marmo e sul Lapideo (Hrsg.): <cite class="lang" lang="it" dir="auto" style="font-style:italic">Marmora et Lapidea</cite>. <span style="white-space:nowrap">Nr.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>2</span>. Fondazione Franzoni Ets, 2021, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%222724-4229%22&key=cql">2724-4229</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>169–183</span> (italienisch, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fondazionefranzoni.it/wp-content/uploads/2021/12/MARMORA_2-2021_04_STUDIA_Gemelli_HD.pdf">fondazionefranzoni.it</a> [PDF]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Carrara-Marmor&rft.atitle=L%E2%80%99approvvigionamento+lapideo+tra+XIV+e+XV+secolo+nei+cantieri+del+Duomo+e+della+Certosa+di+Pavia&rft.au=Filippo+Gemelli&rft.date=2021&rft.genre=journal&rft.issn=2724-4229&rft.issue=2&rft.jtitle=Marmora+et+Lapidea&rft.pages=169-183&rft.place=Genova&rft.pub=Fondazione+Franzoni+Ets" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 203, siehe Literatur.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 208, <i>siehe Literatur</i></span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.staechelin.de/wcms/stae.cfm/h,11/s,21/c,0/sc,de/blue.htm">Marmorsägen in Carrara</a></span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 212, <i>siehe Literatur</i></span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>„«The great massive blasting operation», perhaps the most spectacular ever, which occurred in a Torrione quarry (Carrara, Italy) in 1932. 200 quintals of blasting powder brought down approx. 700.000 tons of stone towards the valley.“</i> Mario Pinzari: <i>Methods</i>. Seite 165, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.staechelin.de/wcms/stae_zoom.cfm?gz=62UO43D%2A%2E%5FF9W%5E%3F4%2E1XQ96%2A%26%20%20U%2E%2D%23%40%20%20%0A">Abbildung der Marmoreisenbahn in den Bergen von Carrara</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.staechelin.de/wcms/stae_zoom.cfm?gz=62UO43D%2A%2E%5FF9W%5E%3F4%2E1XQ86%2A%26%20%20U%2E%2D%23%40%20%20%0A">Abbildung eines dampfangetriebenen Traktors im Steinbruch</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 212, <i>siehe Literatur</i></span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Mario Pinzari: <i>Methods</i>. Seite 164, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.staechelin.de/wcms/stae_zoom.cfm?gz=72UO43D%2A%2E%5FF9E%5EO%28%285%5BUD%22%2C%5ER0%21%3E7%269H%20%0A">Abbildung des Transports des eingehausten Mussolini-Obelisken gezogen von 36 Ochsengespannen</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070803144927/http://www.resistenza.de/content/view/17/40/">Resistenza von Carrara</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 3. August 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Luciana und Tiziano Mannoni: <i>Marmor</i>. Seite 216, <i>siehe Literatur</i></span>
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</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130220113408/http://www.marmor.de/information-marmor">Information auf www.marmor.de</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.marmor.de%2Finformation-marmor">Originals</a></span> vom 20. Februar 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.marmor.de/information-marmor">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.marmor.de/information-marmor">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.marmor.de</span>, abgerufen am 11. November 2009</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20071009224905/http://marmo-on-line.com/sezioni.php?seid=76">Abbildungen von Carrara-Marmorsorten</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 9. Oktober 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Karlfried Fuchs: <i>Natursteine</i>. Seite 84, <i>siehe Literatur</i></span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Dietmar Reinsch: <i>Natursteinkunde</i>. Seite 179, <i>siehe Literatur</i></span>
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